Conversion·10 min·30. Juni 2026

Landingpage erstellen lassen vs. selbst bauen: Kosten, Zeitaufwand, ROI im Vergleich

Studio, Freelancer oder selbst bauen — was lohnt sich 2026 wirklich? Die ehrliche Rechnung mit Kosten, Zeitaufwand, Conversion-Differenz und Break-even.

Split-Layout: Sketch links, fertige UI rechts — Symbolbild für Landingpage erstellen lassen vs. selbst bauen

„Soll ich die Landingpage selbst bauen oder erstellen lassen?“ ist eine der drei häufigsten Fragen im B2B-Mittelstand 2026. Die ehrliche Antwort: kommt drauf an. Aber nicht auf Geschmack — auf vier harte Faktoren: Auftragswert, Conversion-Ist-Stand, Time-to-Market und vorhandene interne Kompetenz. Diese Rechnung zeigt, wann sich was rechnet.

Wir vergleichen drei Wege: selbst bauen (Framer/Webflow/Lovable), Freelancer beauftragen, Studio engagieren — jeweils mit realistischen Kosten, Zeitaufwand, Conversion-Erwartung und Break-even.

Weg 1 — Selbst bauen (Framer, Webflow, Lovable)

Kosten: 0–500 € einmalig (Templates, Plugins), 25–50 €/Monat Hosting/Tool. Zeitaufwand für die erste Landingpage realistisch 25–50 Stunden, wenn du methodisch arbeitest. Bei der dritten Landingpage 10–15 Stunden. Conversion-Erwartung: 1–2,5 Prozent ohne Erfahrung, 2–3,5 Prozent mit 2–3 gebauten Landingpages.

Lohnt sich, wenn: Time-to-Market wichtig ist (Test-Kampagnen), das Budget unter 3.000 € liegt, du selbst Marketing-affin bist und Tracking nicht scheust. Lohnt sich nicht, wenn: deine Stundenkosten über 80 € liegen, das Produkt komplex ist und Strategie-Tiefe braucht, oder du keine Lust auf Tool-Lernkurve hast.

Weg 2 — Freelancer beauftragen

Kosten: 1.500–4.500 € netto pro Landingpage. Zeitaufwand für dich: 6–12 Stunden für Briefing, Feedback und Texte. Gesamtdauer: 2–4 Wochen ab Briefing. Conversion-Erwartung: 1,5–3,5 Prozent, abhängig stark von Freelancer-Qualität und ob er Conversion-Strategie wirklich kann oder nur Design liefert.

Lohnt sich, wenn: du den richtigen Freelancer kennst (Empfehlung oder Portfolio mit Zahlen), das Budget zwischen 2.000 und 5.000 € liegt, du eine spezifische Stilrichtung suchst. Lohnt sich nicht, wenn: niemand klar verantwortlich ist (Freelancer + interner Texter + Praktikantin = Chaos), das Projekt strategische Beratung braucht.

Weg 3 — Studio engagieren

Kosten: 4.500–12.000 € netto pro Landingpage (inkl. Strategie, Copy, Design, Performance, Tracking). Zeitaufwand für dich: 8–15 Stunden für Workshops, Briefing-Material und Feedback. Gesamtdauer: 2–4 Wochen ab Workshop. Conversion-Erwartung: 3–6 Prozent bei B2B-Mittelstands-Standards, oft auch 5–8 Prozent bei warmen Traffic-Quellen.

Lohnt sich, wenn: der Auftragswert pro Lead über 2.000 € liegt, du methodische Conversion-Tiefe willst, du selbst keine Zeit für Tool-Lernkurve hast. Lohnt sich nicht, wenn: das Budget unter 4.000 € liegt oder du nur eine schnelle Test-Page für eine 14-tägige Kampagne brauchst.

Die ehrliche Break-even-Rechnung

Ein konkretes Rechenbeispiel: B2B-Dienstleister, Auftragswert 8.500 €, 800 Besucher/Monat auf der Landingpage, Lead-to-Deal-Rate 25 Prozent.

  • Selbst gebaut bei 1,8 % Conversion: 14 Leads × 25 % = 3,5 Aufträge × 8.500 € = 29.750 € Monatsumsatz. Setup-Kosten: 0–500 €.
  • Freelancer bei 2,8 % Conversion: 22 Leads × 25 % = 5,5 Aufträge × 8.500 € = 46.750 € Monatsumsatz. Setup-Kosten: 3.000 €.
  • Studio bei 4,2 % Conversion: 34 Leads × 25 % = 8,5 Aufträge × 8.500 € = 72.250 € Monatsumsatz. Setup-Kosten: 8.000 €.

Differenz Studio vs. Selbstbau: 42.500 € Mehrumsatz pro Monat. Investment 8.000 € amortisiert nach 6 Tagen. Nach 12 Monaten: 510.000 € Mehrumsatz aus derselben Traffic-Quelle.

Bei Auftragswerten über 2.000 € verliert „selbst bauen“ fast immer gegen Studio — die Conversion-Differenz ist größer als die Setup-Kosten.

Wann selbst bauen trotzdem die richtige Wahl ist

Vier Szenarien, in denen Selbst-Bauen objektiv schlauer ist.

  • Schnelle Test-Page für eine 7–14-tägige Ads-Kampagne — Studio-Setup amortisiert nicht.
  • Auftragswert unter 500 € pro Lead — die Conversion-Differenz reicht nicht für Studio-Investment.
  • Du hast schon 3+ Landingpages selbst gebaut und kommst auf 3 %+ Conversion — Lernkurve ist überwunden.
  • Strategie und Copy stehen schon — du brauchst nur die Umsetzungsschicht.

Hybrid-Modell — der unterschätzte Mittelweg

Studio macht Strategie, Wireframe und Copy (Festpreis 2.500–4.500 €). Umsetzung und laufende Optimierung machst du selbst in Framer/Webflow/Lovable. Spart 40–60 % gegenüber Vollservice, behält die strategische Tiefe. Geeignet für Teams mit interner Marketing-Person, die Tool-affin ist.

Häufige Fehler im Entscheidungs-Prozess

Drei Muster, die wir aus dutzenden Gesprächen kennen.

  • Nur auf Setup-Kosten schauen, Conversion-Differenz ignorieren — der teuerste Fehler.
  • Freelancer nach Portfolio wählen statt nach Conversion-Cases mit Zahlen.
  • Eigene Zeit nicht als Kosten rechnen — 40 Stunden Selbstbau bei 90 €/h interner Stundenkosten = 3.600 € versteckte Kosten.

Fazit: Die Frage ist nicht „selbst oder lassen“ — sondern „passt zum Stack“

Bei Auftragswerten unter 500 € und Test-Kampagnen: selbst bauen. Bei 500–2.000 € Auftragswert: Freelancer oder Hybrid. Bei über 2.000 € Auftragswert und Conversion als Wachstumshebel: Studio. Wer die Entscheidung nach Setup-Kosten statt nach Conversion-Differenz trifft, lässt zuverlässig 5- bis 6-stellige Beträge pro Jahr liegen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet es, eine Landingpage erstellen zu lassen?

Freelancer: 1.500–4.500 € netto. Studio: 4.500–12.000 € netto inkl. Strategie, Copy, Design, Performance, Tracking. Beim Selbstbau mit Framer/Webflow/Lovable: 0–500 € einmalig plus 25–50 €/Monat Tool-Kosten. Welcher Weg sich rechnet, hängt am Auftragswert pro Lead.

Lohnt sich Selbstbau bei Landingpages?

Ja, wenn der Auftragswert unter 500 € pro Lead liegt, du Test-Kampagnen mit kurzer Laufzeit fährst oder du bereits 3+ Landingpages selbst gebaut hast. Bei höherem Auftragswert verliert Selbstbau fast immer, weil die Conversion-Differenz zum Studio (1–2 Prozentpunkte) den Setup-Aufwand überschreitet.

Was ist das Hybrid-Modell beim Landingpage-Bau?

Studio liefert Strategie, Wireframe und Copy als Festpreis-Paket (2.500–4.500 €). Umsetzung und laufende Optimierung übernimmt das interne Marketing-Team in Framer/Webflow/Lovable. Spart 40–60 % gegenüber Vollservice und behält die strategische Tiefe. Geeignet für Teams mit Tool-affiner interner Person.

Welche Conversion-Rate ist beim Selbstbau realistisch?

1–2,5 % bei der ersten Landingpage, 2–3,5 % nach 2–3 gebauten Landingpages mit methodischer Arbeit. Im Vergleich: Freelancer 1,5–3,5 %, Studio 3–6 %. Der Unterschied liegt selten am Tool, sondern an Strategie-Tiefe, Copy-Qualität und Performance-Engineering.

Wie schnell amortisiert sich ein Studio-Landingpage-Projekt?

Bei einem typischen B2B-Mittelständler mit Auftragswert 8.500 € und 800 Besuchern/Monat amortisiert sich ein 8.000-Euro-Studio-Projekt nach 6–14 Tagen, wenn die Conversion-Rate von 1,8 auf 4,2 Prozent steigt. Nach 12 Monaten liegt der Mehrumsatz typischerweise im 6-stelligen Bereich.

PR1ME Studio · Veröffentlicht am 30. Juni 2026
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